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Dr. Zsolt Fischer - Knochenersatzmaterial in 1010 Wien

Knochenaufbauende Maßnahmen in der Zahnimplantologie sind nicht ungewöhnlich – an die 50 % aller Patienten benötigen Knochenaufbaumaterial. Die Verwendung von körpereigenem Knochen ist nicht immer der beste Weg, da der Knochen in einem operativen Eingriff aus anderen Körperstellen entnommen werden muss. Knochenersatzmaterial ist für Implantologen ein hervorragendes Mittel – denn die Ersatzsubstanz wird im Laufe der Zeit durch den eigenen Knochen ersetzt.

 

Die unterschiedlichen Knochenersatzmaterialen:

  • Homolog oder allogen – menschliches (gespendetes) Knochenmaterial
  • Heterolog oder xenogen – tierisches oder pflanzliches Material
  • Alloplastisch – synthetisches Material

Die menschlichen Fremdknochen stammen von verstorbenen Spendern und haben den Vorteil, dass sie sehr gut und schnell einwachsen und eine hohe Volumenstabilität aufweisen. Nachteile: Im Minimalbereich könnten Krankheiten übertragen werden, Immunreaktionen sind möglich und das Verfahren ist sehr kostspielig.

Tierische oder pflanzliche Materialien stammen in der Regel von Rinder- oder Pferdeknochen sowie Algen. Der Hauptbestandteil ist Hydroxylapatit, eine Substanz, die auch im menschlichen Knochen vorhanden ist. Am bewährtesten ist von Rindern gewonnenes Material. Vorteile: Die Materialien sind sehr gut erforscht, die Knochendurchbauung ist verlässlich. Nachteile sind die Auskunftspflicht zu Fremdmaterial und ein unberechtigt schlechtes Image wegen der BSE-Diskussion.

Synthetisches Material wird aus Trikalziumphosphaten in unterschiedlichen Größen oder Kalziumsulfat, Glaskeramik und Polymeren hergestellt. Ein Infektionsrisiko ist nicht vorhanden und die synthetischen Materialien sind gut erforscht. Nachteilig ist: Die Knochenneubildung wird nicht angeregt und die Knochendurchbauung funktioniert geringfügig langsamer.

 

Stammzellen und Forschungsprojekte

Die Knochenzüchtung ist ein biotechnologisches Verfahren. Dabei werden Eigenknochen aus Stammzellen oder Botenstoffen gezüchtet. Eine weitere Möglichkeit, sehr aufwendig, teuer und kaum erforscht, ist das BMP Bone Morphogenetic Protein. Dieser Eiweißkörper wird bei der Knochenneubildung benötigt. Zurzeit wird mit BMP behandelten Knochenersatzmaterialien geforscht, auch an mit BMP beschichteten Implantaten wird gearbeitet. Genetisch gesehen handelt es sich um den eigenen Knochen, was ein Vorteil ist, und das Material wird sehr schonend entnommen.